[urban contemplatives]

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kontemplation ausserhalb von klostermauern, kontemplatives gebet auf freier wildbahn

warum gibt es keine breite kontemplative laienbewegung?

Warum ist man eigentlich als in einer kontemplativen Praxis Engagierte/r eher ein Einzelner? So ist jedenfalls meine Wahrnehmung: Dass sich kontemplative Laien zu einer Gruppe zusammenfinden, die ein gewisses Mass an Verbindlichkeit hat, ist doch eher selten. Und mit diesem „gewissen Mass“ meine ich, dass man auch ein Stück seines Alltags miteinander teilt – über ein wöchentliches Treffen zum gemeinsamen Sitzen hinaus. Die Leute wären dann miteinander befreundet.

Meistens ist es aber wohl so, dass solche Menschen kirchlich eingebunden sein mögen und vielleicht dann zusätzlich irgendwo einen Ort haben, wo man sich zur Sitz-Meditation trifft, oder so jemand macht das ganz allein für sich.

Vielleicht erfährt so jemand dann kontemplative Exerzitien in einem spirituellen Übungszentrum so intensiv, weil für die Zeit des Übens – ein Wochenende oder mehrere Tage – so etwas wie Gemeinschaft entsteht, eine Gemeinschaft von kontemplativen Laien. Wieder zu Hause ist man aber wieder vereinzelt und zerstreut.

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9 Responses

  1. vita sagt:

    Würde es hier bei mir so eine Gruppe geben, ich würd mich sofort anschliessen!

  2. inge sagt:

    warum – das wollte ich schon lange mal fragen – heisst es eigentlich *urban contemplatives und nicht z.b. *rural contemplatives oder *village contemplatives (ich fuehle mich naemlich ausgeschlossen, da ich mir erst seit heute einen urbanen kontext zugelegt habe).

  3. beisasse sagt:

    hallo vita, vielleicht hast du deswegen auch einen blog angefangen? weil es eine möglichkeit ist, kontakte zu haben?

    mönsch inge, weil’s cooler klingt! ist doch klar! obwohl: „rural“ ist auch nicht so übel … bist du umgezogen?

  4. inge sagt:

    yea – umgezogen (fast)! adieu bavaria, nix stabilitas (jetzt gehoere ich wohl zu den koinioboi…äh…kompliziertes wort (die mit denen du so gern bashing machst).

  5. inge sagt:

    … oh es heisst sarabaiten oder gyrovagen (?).

  6. vita sagt:

    Hmm, ja das kann natürlich sein, dass ich deshalb einen Blog begonnen habe……..

  7. beisasse sagt:

    inge: yep! und das sind die, die die benediktsregel so verdammt. (nur damit du weisst, zu was für einem pack wir als „nicht-stabilisierte“ gehören.)

    vita: treff ihr euch auch einmal die woche als gruppe bei den alltagsexerzitien? dann hättest du eine gruppe „auf zeit“ …

  8. IoP sagt:

    Ohne warum.

    Was bedeutet denn „Alltag miteinander teilen“?
    Es kann sehr verschiedene Gemeinschaften bedeuten: Wohngemeinschaft, Arbeitsgemeinschaft,
    Lebensgemeinschaft …
    Und alles sind Gelegenheiten für die kontemplative Praxis.

    Was aber weitaus wichtiger für mich ist, das ist der Blick weg von mir als „Einzelwesen“ und die Sicht darauf, dass es überhaupt keine Vereinzelung in der Wirklichkeit gibt. Die Zerstreuung ist nur in meinem Geist.

  9. beisasse sagt:

    danke für deinen kommentar. der eintrag ist ja vom letzten jahr. was würde ich heute wohl dazu sagen?

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