Okay. Das stimmt nicht. Ich bin nicht mit so einem Puschelmikro die Mönckebergstrasse auf und abgegangen, und hab die „Leute wie du und ich“ nach ihrer kontemplativen Praxis gefragt. Was folgt ist eher so was wie ein Revival der altbekannten Schulklassen-Freundschafts-Bücher, wo man noch offenbarte, was die Lieblingsfarbe oder das Lieblingsessen war. Und zwar hat Christina die Fragen beantwortet. Yotin
wie bist du eigentlich zum sitzen gekommen?
Weil zwei Bekannte unabhängig voneinander mir davon erzählten – das kann doch kein Zufall sein, dacht ich mir.
dein lieblings-sitz-platz?
Bis jetzt die Kapelle im Haus Tannenried, wer weiß, was wir jetzt mit den [urban contemplatives] noch entdecken.
hocker zum knien, kissen oder auf einem stuhl? lotussitz oder freestyle?
Bitte ein Kniebänkchen, nicht zu hoch und ein Kissen ode so was, um die Hände abzulegen.
mogens oder abends? täglich oder nur ab und zu?
Wenn täglich, dann morgens. Da das aber meist nicht gelingt, dann bei meinen Wochenenden im Ansverus-Haus oder Exerzitien zu jeder Tageszeit, nachdem ich einmal vernünftig ausgeschlafen habe. Keinesfalls nachts. Abends ist es immer schwierig.
wann ist sitzen am schönsten?
Wenn es nicht langweilig wird und wenn ich mich wie ein Klippdachs fühle.
wann ist es am schwierigsten?
Wenn ich müde bin.
deine lehrer/innen?
Die Begleiterinnen aus dem Haus Tannenried.
und was hat das alles mit beten/kirche/glaube zu tun?
Wie? Das ist doch beten schlechthin! Mit Kirche, nun man sollte meinen, Kirche ist eine Möglichkeit, Glaube zu leben und zu erfahren und das ist doch die Begegnung mit Gott. Kontemplation ist auch und direkt Begegnung mit Gott.
dein sitz-motto?
Mein Sitz Motto … muss man ein Motto haben? – Ich sitze eben und warte, was passiert …
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